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Sit for who?


Montag, 31. Mai 2010 | alle/all, öffentliche anschläge/billboards, produkte+services/goods+services| Kein Kommentar

sit-for-you-pfister-lyssach

Sehr geehrte Pfisters

Ich habe in meinem Bekanntenkreis eine nicht-repräsentative Umfrage zu Ihrem prägnanten Slogan gemacht. Darunter waren Deutschsprachige, Englischsprachige, Deutschsprachige mit Englischkenntnissen und Englischsprachige mit Deutschkenntnissen – und nicht einer konnte mir sagen, was „Sit for you“ bedeutet. Wir alle würden uns sehr über eine Erklärung freuen. Und ich könnte dann endlich wieder sitzen bzw. schlafen…

Underware


Donnerstag, 12. November 2009 | alle/all, öffentliche anschläge/billboards, werbung/advertising| Kein Kommentar

underware-berner-dessous-geschaft-ausschnitt

Bewear of how the underware feels on your bear skin. It’s too fangtastic!

Cole slaw salad und Ceaser’s salad


Mittwoch, 15. April 2009 | alle/all, öffentliche anschläge/billboards| Kein Kommentar

ceasers-salad-thun-open-air-theater

OK, dieses hier ist auch schon eine Weile her, aber ich war so beeindruckt von der Menge Fehler auf engstem Raum (und ich meine hier nur die ersten zwei Zeilen), dass ich’s nicht unkommentiert lassen wollte:

1. „Cole Slaw“ sollte eigentlich „Coleslaw“ heissen. 2. „Coleslaw“ ist per Definition ein Salat; da noch „Salad“ anzuhängen ist ein anfängerhafter Pleonasmus. 3., 4. und 5. „Ceaser’s“ ist gleich dreifach falsch: „ea“ sollte „ae“ sein, das zweite „e“ sollte ein „a“ sein, und das Apostroph-s gehört auch nicht hin: „Caesar Salad“ wäre richtig. Aber dafür gibt’s noch Muffins, Donuts und Brownies. Und vielleicht wäre der gluschtige karibische Früchtespiess als „Caribbean fruit skewer“ noch erfolgreicher gewesen.

Besonders interessant ist aber, dass diese eifrig-englische Speisekarte vom Thunersee Open Air stammt, an dem West Side Story von Anfang bis Schluss auf Deutsch aufgeführt wurde. Das Lied „Ich seh gut aus, so gut aus“ spukt mir immer noch im Kopf rum.

Encourage my cobblestone


Donnerstag, 2. April 2009 | alle/all, öffentliche anschläge/billboards| Kein Kommentar

why-not-becoming

Wenn man schon um Unterstützung bittet, ist es im Allgemeinen von Vorteil, wenn man den Leuten auch wirklich zu verstehen gibt, dass man Geld möchte. „Encourage“ bedeutet aber eine freundliche Art der Ermutigung, die ein finanzielles Engagement schon fast implizit ausschliesst – also die billigste Art der Unterstützung, und wahrscheinlich nicht, was die freundlichen Pflastersteinverkäufer sich wünschen würden. Obwohl natürlich das Zielpublikum dann mit gutem Gewissen ins nächste Café spazieren und sich sagen kann: „Doch, das unterstütz ich, da bin ich voll dafür – vor allem, weil’s mich ja nichts kostet.“ „Support“ wäre ein besseres Verb hier, weil damit auch eine handfeste finanzielle Unterstützung einhergeht.

Und dann noch „Why not becoming“, was ja auch nicht gerade vertrauenerweckend wirkt. Das Geld, das man sich durch diese Art Übersetzung und das anschliessende hämische Grinsen des englischsprachigen Publikums so ans Bein streicht, hätte wahrscheinlich mehr als einen Übersetzer bezahlt.

Und überhaupt, wieso ist nur der englischsprachige Sponsor ein „happy owner“, während die deutsch- und französichsprachigen einfach nur „Besitzer“ bzw. „propriétaire“ sind? Suchen wir nicht alle nach dem käuflichen Glück? Scheint mir nicht ganz fair.